Nach dem Sturm: Viele Schäden, aber auch Dankbarkeit

Die Gemeinde Lehre hat einen stürmischen Tag hinter sich – und der hat leider einige gravierende Schäden hinterlassen. Besonders schlimm hat es die Börnekenhalle in Lehre und die Mühle in Wendhausen getroffen. Alle acht Ortswehren waren unterwegs und haben insgesamt rund 40 Einsätze abgearbeitet.

Die erste Alarmierung ging um 15:51 Uhr ein, danach ging es Schlag auf Schlag: Insgesamt wurde die Feuerwehr rund 40 Mal benötigt. „Wir haben zeitnah eine Abschnittsführungsstelle eingerichtet, allein hier gingen 29 Alarmierungen ein“, so Gemeindebrandmeister Maik Goerke.

In der Börnekenhalle in Lehre sollte eigentlich der Cartoon-Kabarettabend mit Mushin Omurca im Rahmen der Woche für Vielfalt und Demokratie stattfinden. Stattdessen musste auch hier die Feuerwehr anrücken: Zwei große Eichen waren auf das Foyer gefallen und haben das Dach beschädigt, Wasser drang ein. Die Veranstaltung musste abgesagt werden. Parallel prüften Feuerwehr und Verwaltung, ob zumindest die Halle doch noch einmal als Notunterkunft fungieren könnte: Ein ICE mit 500 Menschen war in Lehre liegen geblieben. Hier konnte aber nach einiger Zeit Entwarnung gegeben werden: Der ICE konnte zurück nach Braunschweig fahren.

Ein Baumschneider war direkt vor Ort, um das Dach zumindest schon einmal vom Gewicht der Bäume zu befreien. Da mit dem Foyer auch die Küche nicht mehr genutzt werden kann und das eindringende Wasser zusätzlich einen Kurzschluss verursacht hat, muss aktuell davon ausgegangen, dass nicht nur das Foyer komplett gesperrt werden muss, sondern auch die Halle mindestens vier Wochen nicht mehr für Termine und Veranstaltungen genutzt werden darf.

Ebenfalls betroffen war die Kita „An der Feuerwehr“ in Lehre: Ein auf dem Grundstück stehender Baum ist durch den Sturm zerborsten und auf ein Nachbarsgrundstück gefallen. In der Grundschule Lehre drang Wasser ins Gebäude ein.

Leider kam auch die Windmühle in Wendhausen nicht mit einem Schreck davon: Der Windbock wurde vollständig zerstört.

Insgesamt mussten zahlreiche Wege und sogar eine Oberleitung von Bäumen befreit, Klohäuschen und Co wieder aufgestellt werden. Zeit kostete auch die Rettung eines Pferdes, das wegen des Unwetters in einen Graben gerutscht war und hier mit Unterstützung von Tierarzt und Landwirt letztlich wieder aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte.

Insgesamt können Feuerwehr und Verwaltung einen Tag nach dem Sturm ein positives Fazit ziehen: „Die Zusammenarbeit lief richtig gut, innerhalb der Feuerwehr, aber auch mit Leitstelle und Verwaltung“, so Gemeindebrandmeister Maik Goerke und auch Bürgermeister Andreas Busch betont: „Das wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde. Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die sofort bereit standen und Unglaubliches geleistet haben, aber auch allen Beschäftigten der Gemeinde, die direkt bereit waren zu helfen und für einen unbürokratischen Ablauf gesorgt haben.“