Kinder- und Jugendbeteiligung

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist eines der zentralen Anliegen der Gemeinde Lehre als Kinderfreundliche Kommune. Es ist eines der Hauptziele des Aktionsplans als Kinderfreundliche Kommune: Kinder und Jugendliche sollen miteínbezogen werden in Entscheidungsprozesse, die ihre unmittelbare Lebensrealität in der Gemeinde betreffen. Ihre Ideen, Wünsche und Bedürfnisse sollen gehört und berücksichtigt werden.

Kinder entwickeln Projektideen weiter

Das hat sich seit der Kinder- und Jugendkonferenz getan

Anfang Mai fand die erste Kinder- und Jugendkonferenz der Gemeinde Lehre statt, aber das war nur der Startschuss. Die engagierten Kinder- und Jugendlichen arbeiten weiter an ihren Projektideen und es gab seitdem bereits zwei Nachtreffen im Ratssaal. Als Kinderfreundliche Kommune ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen eines der zentralen Anliegen der Gemeinde Lehre und als eines der Hauptziele des damit beschlossenen Aktionsplans.

„Die Kinder- und Jugendlichen haben sich bei den Nachtreffen zu kleineren Projektgruppen zusammengefunden. Jede Gruppe entwickelt eine der Projektideen aus der Konferenz weiter. Alle durften wählen, was sie am meisten interessiert“, erklärt Sozialkoordinatorin Jennifer Adel, welche die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Gemeinde organisiert und betreut.

Die beiden Treffen fanden vor den Sommerferien im Ratssaal statt und an einem Termin nahmen auch die Ratsmitglieder teil, welche auf der Kinder- und Jugendkonferenz Projektpatenschaften geschlossen haben. Die Patinnen und Paten werden die Kinder weiter bei der Entwicklung der Projekte beraten und unterstützen.

An diesen Ideen wird in den Kleingruppen momentan gearbeitet:

-Mehr Orte für Jugendliche schaffen

-Großveranstaltungen/Schunter-Arena

-ein Skatepark am Wald

-ein Multikulti-Restaurant -

eine Outdoor-Trampolinanlage samt Airtracks

und ein Freibad oder ein Badesee

Nach den Sommerferien treffen sich zwei der Kleingruppen und am Mittwoch, den 9. September 2026 um 16 Uhr ist ein weiteres großes  Nachtreffen in Lehre für alle gemeinsam geplant. Dazu sind natürlich die bereits in den Projektgruppen Engagierten eingeladen und auch alle Kinder- und Jugendliche aus der Gemeinde, die Lust haben sich an einem der genannten Projekte zu beteiligen, sind herzlich willkommen.

Eine kurze Anmeldung per E-Mail an soziales@gemeinde-lehre.de oder telefonisch unter 05308 699-123 genügt.


Das war die erste Kinder- und Jugendkonferenz am 9. Mai 2026

Einfach mal offen meckern, sich die ideale Gemeinde der Zukunft erträumen, ganz konkrete Ideen sammeln und dafür Menschen aus der Politik für eine Patenschaft gewinnen: Das alles erlebten die rund 80 Jungen und Mädchen aus Klasse 4 bis 10, die am vergangenen Samstag von 11 bis 17 Uhr an der ersten Kinder- und Jugendkonferenz der Gemeinde Lehre teilnahmen. 

„Hier geht es um Euch: Was kann aus Eurer Sicht verbessert werden und wie stellt ihr Euch die Gemeinde in Zukunft vor“, betont Bürgermeister Andreas Busch in seiner Begrüßung und freute sich über die rege Beteiligung: „Schön, dass heute so viele dabei sind und mitmachen. Ich bin schon gespannt auf eure Ideen und Wünsche.“ Die Veranstaltung in der Börnekenhalle wurde von der Gemeinde Lehre organisiert und in Kooperation mit der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Niedersachsen durchgeführt, die sich in Trägerschaft Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Niedersachsen befindet.

Nach einem kurzen Spiel zum Aufwärmen und Kennenlernen, wurden die Kinder und Jugendlichen in sechs altersgleiche Gruppen eingeteilt. Dann begann auch gleich die „Kritikphase“: Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ganz frei die Fragen „Was gefällt euch in Lehre nicht? Was sollte verbessert werden?“ beantworten und hatten dazu einiges zu sagen. Die Gruppenergebnisse wurden dann vom Moderatoren-Team unter den Schwerpunktthemen: Bildung, Verkehr und Umweltschutz, Freizeit sowie Mitbestimmung, zusammengefasst und allen vorgestellt.

In der Mittagspause stärkten sich alle mit Pizza und konnten sich draußen mit verschiedenen Spielgeräten austoben. Dann startete die „Utopiephase“: Dabei machten alle gemeinsam eine gedankliche Zukunftsreise und stellten sich vor „Wie sieht Lehre als Super-Community in 100 Jahren aus?“ Die Kinder und Jugendlichen ließen ihrer Fantasie freien Lauf und brachten in Gruppen ihre Utopien als Collage zu Papier. Daraus ergaben sich die fünf wichtigsten Themenfelder.

In der folgenden „Realisierungsphase“ kehrte man in die Gegenwart zurück und die Kinder und Jugendlichen fanden sich in neuen Kleingruppen zusammen, um an dem Thema weiterzuarbeiten, das ihnen persönlich am meisten bedeutet. Jede Gruppe erstelle dann einen Steckbrief: Darin steht die Idee, was die Kinder selbst dafür machen können, wer sonst helfen kann und wie erste Schritte aussehen, um die Idee in die Tat umzusetzen.

Zum Schluss präsentierten die Kinder- und Jugendlichen ihre Ideensteckbriefe der Politik. Neben Bürgermeister Busch ließen sich die Gemeinderatsmitglieder Dr. Alexander Börger, Jürgen Haberland, Bernhard Rosilius, Renate Schmidt und Jens Schubert in einem Rundgang alle Ideen von den Kindern selbst vorstellen. Die Ideen sind: Ein Aktivitätenpark am Wald, eine Outdoor-Trampolinanlage, mehr Orte für Jugendliche, ein Indoor-Spielplatz, ein Supermarkt auf Rädern, eine Arena für Großveranstaltungen, moderne Mobilität, ein Multikulti-Restaurant, mehr Natur- und Umweltschutz, die Mitbestimmung bei der Abschaffung der Hausaufgaben und ein Freibad oder ein Badesee. Das Freibad liegt einer Gruppe von Jugendlichen besonders am Herzen. Sie hatten bereits im Vorfeld der Kinder- und Jugendkonferenz auf eigene Faust in der Gemeinde rund 140 Unterschriften dafür gesammelt, die sie am Samstag persönlich an Bürgermeister Andreas Busch übergaben.

Für jede der genannten Ideen konnten die Gruppen eines oder gleiche mehrere Ratsmitglieder für eine Patenschaft gewinnen. Mit der Patenschaft garantieren diese, dass die Themen in den entsprechenden Gremien der Gemeinde behandelt werden. Zudem werden sie die Kinder weiter bei der Entwicklung der Projekte beraten und unterstützen sowie über die Ergebnisse aus den Gremien informieren.

„Wir freuen uns über die großartige Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen aus der Gemeinde. Wir sind gespannt auf die weitere Arbeit an den Ideen“, fasst Sozialkoordinatorin Jennifer Adel zusammen.


Ideensteckbriefe und Patenschaften

Die Vertretenden der Politik haben folgende Ideen-Patenschaften übernommen:

Freibad/Badesee: Jürgen Haberland, Jens Schubert

Großveranstaltungen(Schunter Arena): Andreas Busch

Moderne Mobilität: Bernhard Rosilius

Multikulti-Restaurant: Jens Schubert

Aktivitätenpark am Wald: Dr. Alexander Börger, Andreas Busch, Renate Schmidt, Jens Schubert

Jugend bestimmt mit bei der Abschaffung von Hausaufgaben: Dr. Alexander Börger, Andreas Busch

Natur- und Umweltschutz: Andreas Busch, Jürgen Haberland, Jens Schubert

Outdoor-Trampolinanlage: Dr. Alexander Börger, Andreas Busch, Renate Schmidt, Jens Schubert

 Indoor-Spielplatz: Dr. Alexander Börger, Andreas Busch

 Orte für Jugendliche: Jürgen Haberland, Bernhard Rosilius