Runder Tisch zum Thema Bildung

Die Zahl der Geburten sinkt, auch in der Gemeinde Lehre. Während hier bis 2020 jährlich noch über 120 Kinder zu Welt kamen, sind es aktuell nur noch etwa 65. Diese sinkenden Geburtenzahlen haben auch Auswirkungen auf das Betreuungsangebot der Gemeinde, viele Plätze in Krippe und Kindergarten sind aktuell nicht besetzt.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Betreuungslandschaft mit unseren acht Kindertagesstätten sowie der kirchlichen Einrichtung in Beienrode. Jede für sich einzigartig ist und unsere Kolleginnen und Kollegen leisten dort eine großartige Arbeit. Aber natürlich müssen wir unser Angebot an die aktuellen Zahlen anpassen“, so Bürgermeister Andreas Busch. Lange hatten alle gehofft, dass sich die Zahlen auch schnell wieder erholen und das Tief nur vorübergehend ist. Doch dies scheint immer weniger realistisch. Und so werden im Kindergartenjahr 2026/27 in gleich drei Einrichtungen Gruppen zusammengelegt: Jeweils zwei Krippengruppen in der Kita „Mühlenknirpse“ Wendhausen und „Kunterbunt“ in Lehre werden zu einer und zwei Kindergartengruppen in der Kita „An der Feuerwehr“ Lehre.

Auch in der Kita „Mühlennest“ Wendhausen sollten zwei Kindergartengruppen zusammengelegt werden, doch dagegen hat sich der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Lehre jetzt ausgesprochen. Stattdessen wollen sich alle Beteiligten nochmal an einen Tisch setzen und eine langfristige Strategie festlegen: Verwaltung, Politik, Kita-Leitungen und Elternvertretungen wollen sich nach den Sommerferien im Rahmen eines Runden Tisches zusammensetzen und gemeinsam Zeitplan und Ziele erarbeiten und sich Regeln geben, wann und wie reagiert werden soll. Die Einladung dazu soll noch vor den Ferien erfolgen. „Nur gemeinsam können wir diesen Herausforderungen gerecht werden, der Runde Tisch soll dafür nur ein erster Aufschlag sein“, betont Busch.