Kommunale Wärmeplanung

Die Gemeinde Lehre hat die Kommunale Wärmeplanung fertiggestellt. Die Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Lehre wurde vom 1. Juni 2024 bis zum 30. Juni 2026 gefördert. Die Kommune erhielt dafür eine Förderung (Förderkennzeichen 67K28516) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), welche durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH(ZUG) als Projektträgerin des Bundes abgewickelt wurde. Die Wärmeschmiede GmbH aus Hannover war dabei für die Fachplanung zuständig.

Der Wärmeplan wurde am 18. Juni 2026 durch den Rat der Gemeinde Lehre beschlossen und wird in den kommenden fünf Jahren regelmäßig überprüft, angepasst und fortgeschrieben. Dieser wurde zuvor in zwei Werkstätten auch bereits mit der Politik überarbeitet und in einer öffentlichen Veranstaltung den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. 

Das Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist die Entwicklung einer strategischen Grundlage für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Gemeindegebiet bis zum Jahr 2040 gemäß Wärmeplanungsgesetz (WPG) und Niedersächsischem Klimagesetz (NKlimaG).

"Als Land Niedersachsen haben wir uns das gemeinsame Ziel gesteckt, bis 2040 klimaneutral zu werden, auch im Wärmesektor. Die Kommunale Wärmeplanung ist dabei ein wichtiges strategisches Planungsinstrument: Es analysiert den aktuellen Stand der Wärmeversorgung in unserer Gemeinde, zeigt lokale Potenziale von erneuerbaren Energien und Abwärme auf und beschreibt mögliche Wege hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Wichtig dabei zu wissen: Aus dem Kommunalen Wärmeplan entstehen weder für die Gemeinde selbst, noch für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie für Menschen, die zur Mite wohnen, unmittelbare Pflichten", erklärt Lars Krüger, Klimamanager der Gemeinde Lehre.

"Wir nehmen den Kommunalne Wärmeplan als Ausgangspunkt und planen als Gemeinde Lehre weitere Beteiligungsveranstaltungen sowie Beratungen zu Themen wie Heiztechnologien, energetische Sanierung und Fördermöglichkeiten durchzuführen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Weg für unsere Gemeinde zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu gestalten", ergänzt er.

Die Wärmeplanung erfolgte stufenweise und begann mit einer umfassenden Bestandsanalyse der aktuellen Wärmeversorgung: Erfasst wurden unter anderem der aktuelle Wärmebedarf, eingesetzte Energieträger, vorhandene Heizungsanlagen sowie die bestehende Energie-Infrastruktur. Datengrundlage dafür sind insbesondere Informationen der Netzbetreiber für Strom und Gas sowie der Bezirksschornsteinfeger. Darüber hinaus wurden auch lokale Energieversorger, Wohnungsunternehmen und Betriebe mit Abwärmepotenzial einbezogen.

In einem weiteren Schritt folgte eine Potenzialanalyse erneuerbarer Energien wie etwa Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie oder Abwärme. Dann wurde eine Zielszenario mit Wärmeversorgungsgebieten sowie Maßnahmenempfehlungen entwickelt. Abschließend erfolgte die Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsstrategie. 

Die Ergebnispräsentation zur Kommuanlen Wärmeplanung der Gemeinde Lehre finden sie hier.
Auch nach dem Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung wird diese stetig weiterfortgeschrieben und regelmäßig evaluiert. Sie können sich auch weiterhin selbst einbringen - wenden Sie sich dafür an Marco Schulz unter waermeplanung@gemeinde-lehre.de.  
Grundlage für diesen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher Wärmeversorgung ist das bundesweit gültige Wärmeplanungsgesetz, kurz: WPG . Eine gesetzliche Verpflichtung auf Landesebene gemäß § 20 des Niedersächsischen Klimagesetzes (NKlimaG) besteht für die Gemeinde nicht – dennoch geht Lehre proaktiv. „Energiewende und Klimawandel sind in aller Munde und oft auch Reizthemen. Wir wollen hier proaktiv vorangehen, die Gemeinde Lehre sicher aufstellen und dabei aufklären, warum eine Wärmeplanung Sinn macht“, so Bürgermeister Andreas Busch.