Austausch zur Energiewende
Zu einem ersten intensiven Austausch im Rathaus traf sich der Bürgermeister der Gemeinde Lehre Andreas Busch kürzlich mit Niklas Krüger, Geschäftsführer des Vereins Regionale EnergieAgentur e.V. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen ein gegenseitiges Kennenlernen, mögliche gemeinsame Projekte sowie die Perspektive einer Mitgliedschaft der Gemeinde im Verein.
Neben der Vorstellung der jeweiligen Arbeitsfelder wurden insbesondere die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels und die damit verbundenen Aufgaben der Energiewende auf kommunaler Ebene thematisiert. Beide Seiten waren sich einig, dass Städte und Gemeinden eine zentrale Rolle bei der Umsetzung nachhaltiger Lösungen spielen. Der Verein Regionale EnergieAgentur e.V. unterstützt Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung.
Andreas Busch betonte die Bedeutung regionaler Netzwerke: „Die Energiewende ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit, die wir nur gemeinsam erfolgreich bewältigen können. Der Austausch mit der Regionalen EnergieAgentur bietet uns wertvolle Impulse wie wir konkrete Maßnahmen vor Ort weiterentwickeln können.“ Hierbei verwies er auch auf die in Lehre ansässige Bürgerenergiegenossenschaft Schunter, an der auch die Gemeinde Lehre Anteile hält.
Niklas Krüger unterstrich die Chancen einer engeren Zusammenarbeit: „Kommunen wie Lehre sind entscheidende Akteure für den Klimaschutz. Unser Ziel als Regionale EnergieAgentur ist es, praxisnahe Lösungen zu entwickeln und die Gemeinden bei der Umsetzung zu unterstützen. Eine mögliche Mitgliedschaft würde die Zusammenarbeit weiter intensivieren und neue Projekte ermöglichen.“
Ein konkretes Beispiel für innovative Klimaschutz- und Digitalisierungsprojekte in der Gemeinde ist die sogenannte „Schlaubank“ vor dem Rathaus. Die solarbetriebene Sitzbank wurde gemeinsam mit der Regionalen EnergieAgentur sowie weiteren Partnern umgesetzt und verbindet Nachhaltigkeit mit praktischem Nutzen: Sie ermöglicht nicht nur das kostenfreie Aufladen mobiler Geräte und den Zugang zum WLAN, sondern erzeugt den dafür benötigten Strom über integrierte Solarmodule selbst. Damit steht die „Schlaubank“ exemplarisch für niedrigschwellige, sichtbare Maßnahmen, mit denen Kommunen Klimaschutz und Lebensqualität im öffentlichen Raum miteinander verknüpfen können.
Im Gespräch wurden weitere Ansätze für gemeinsame Initiativen diskutiert, etwa in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und kommunale Klimaschutzstrategien. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen.