Infos zum Equal-Pay-Day

Heute ist Equal-Pay-Day, also der Tag der Lohngerechtigkeit. Dieser markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen theoretisch umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Das Problem: Auch heute noch verdienen Frauen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer, aufs Jahr gerechnet arbeiten sie im Vergleich also 66 Tage ohne Bezahlung. Auf dieses Problem weist Julia Carluccio als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Lehre angesichts des Aktionstages hin.

„Die Ursachen für diese Schieflage sind vielschichtig“, betont Julia Carluccio. So werden Berufe, in denen besonders viele Frauen arbeiten, schlechter bezahlt als Jobs, in denen vor allem Männer arbeiten. Dabei hat auch die Coronakrise deutlich gemacht, wie wichtig zum Beispiel die Pflege- und Erziehungsberufe für unsere Gesellschaft sind. Hinzu kommt, dass vor allem Mütter ihre Arbeitszeit reduzieren, während Väter kaum Elternzeit nehmen und weiter in Vollzeit arbeiten. So übernehmen Frauen 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit. Aber selbst bei zwei Personen mit dem gleichen Beruf werden Frauen häufig schlechter bezahlt.

Um auf dieses nach wie vor existierende Problem aufmerksam zu machen, hat die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde an diesem Tag unter dem Motto „Gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt“ Flyer verteilt: „Denn das mobile Arbeiten und digitale Lösugen für körperlich schwere Arbeiten haben das Potential, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern explizit am Arbeitsmarkt aufzuheben – wir müssen diese Chance nur nutzen!“ Zumindest die Tendenz ist erfreulich: Im letzten Jahr waren es noch 19 Prozent Verdienstunterschied. Doch weiterhin bleibe hier noch einiges zu tun.

Sie haben Fragen oder Hinweise zu dem Thema? Dann melden Sie sich gern: per E-Mail an gleichstellung@gemeinde-lehre.de oder unter Tel. 05308-699-34.

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07.03.2022