Stille Heldinnen des Alltags geehrt
Unter dem Motto „Gemeinde Lehre – Gemeinsam besser“ standen beim vierten Ehrenamtstag der Gemeinde Lehre wieder jene Menschen im Mittelpunkt, die mit ihrem freiwilligen Engagement das Leben im Ort bereichern. Auch besonders geehrt wurden in diesem Jahr Simone Gómez und Roswitha Fallahi aus Flechtorf, deren unermüdlicher Einsatz für das alljährliche Krippenspiel in der Flechtorfer Kirche über viele Jahre hinweg die Dorfgemeinschaft zusammengeführt hat.
In ihrer Ansprache würdigte Ortsbürgermeisterin Edelgard Hahn die beiden Frauen als „stille Heldinnen des Alltags“, die durch ihr Engagement Weihnachten jedes Jahr auf besondere Weise lebendig machen: „Manchmal sind es gerade die Aufgaben, die nur einmal im Jahr sichtbar werden, die im Herzen einen großen Eindruck hinterlassen. Heute möchte ich deshalb zwei ganz besondere Frauen ehren – Simone Gómez und Roswitha Fallahi – die genau das möglich gemacht haben: mit einem Krippenspiel, das Jahr für Jahr unsere Kirche lebendig werden lässt.“
Mehr als 15 Jahre lang studierte Simone Gómez das Krippenspiel mit den Kindern ein. Mit Geduld und Freude leitete sie viele Proben, passte Stücke an die Mitwirkenden an und schaffte es, jedes Jahr aufs Neue Begeisterung zu wecken. Ihren Weg zum Krippenspiel fand sie zunächst über ihre Tochter Lilli – vom Zuschauen übers Mithelfen bis hin zur verantwortlichen Leitung.
Aus gesundheitlichen Gründen gab Simone Gómez die Aufgabe vor rund fünf Jahren an Roswitha Fallahi weiter, die das Projekt mit ebenso viel Leidenschaft fortführt. Diese fand über ihre Enkelkinder zum Krippenspiel und entdeckte schnell, wie sehr ihr die Theaterarbeit am Herzen liegt. Ihre langjährige Erfahrung als Lehrerin und Regisseurin half ihr dabei, die Tradition fortzuschreiben: Mit Ruhe, Begeisterung und Verantwortungsbewusstsein.
Von der Stückauswahl im November über das Einüben der Rollen bis hin zur Aufführung in der Kirche: Hinter dem Krippenspiel steckt viel Organisation. Jedes Jahr nehmen zwischen 20 und 30 Kinder teil. Die Jüngsten sind kaum drei Jahre alt, die Ältesten schon fast Konfirmanden und trotz aller Herausforderungen stand für Simone und Roswitha immer der Spaß im Vordergrund.
Mit herzlichen Worten schloss Ortsbürgermeisterin Edelgard Hahn ihre Würdigung: „Liebe Simone, liebe Roswitha, heute ehren wir euch – nicht nur für eure Arbeit am Krippenspiel, sondern für das, was ihr für Flechtorf bedeutet: Für euer Herz, eure Zeit und eure Liebe zum Miteinander.“