Ortschaft Essehof: Chronik
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Die Ortschaft Essehof - Chronik

Chronik
Edesheim
Chronik von 1972 bis 2004
Poststelle
Feuerwehr
SC Essehof
Tierpark

 

Chronik

Essehof ist einwohnermäßig der zweitkleinste Ortsteil der Einheitsgemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Das Dorf liegt direkt südlich an der A2. Die Nachbardörfer sind im Norden Lehre, im Nordwesten Wendhausen, im Süden Hordorf. Nach Osten erstrecken sich ein von der Weddeler Schleife durchschnittener ausgedehnter Wald und der ehemalige Standortübungsplatz Wohld.

Die erste feste Siedlung in der Gegend vom heutigen Ort liegt vermutlich vor dem Jahr 800. Dies ist zwar nicht belegt, lässt sich aber daraus schließen, dass das Dorf bereits im Hochmittelalter zehntpflichtig war. Außerdem deutet der damalige Name "Edesseim" auf die in sächsischer Zeit gegründeten -heim-Orte hin. Der Name Edesseim, der möglicherweise auf den Personennamen Eddo zurückzuführen ist, wandelte sich über Edessen, Edesse, Hof zu Eddessen in Essehoffe (1775)

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung datiert von 1178. Das Dorf gehörte zum Ägidienkloster. Um 1326 bekommt das Kloster den Fleisch- und Feldzehnten, während der allgemeine "Zehnte" als halberstädtisches Lehen der Edelherren von Warberg aufgeführt wird.

1538 wurde Essehof seitens der Regierung dem Amte Kampen zugeschlagen. Es wurde Gografschaft. 1574 wurde im Dorf ein Hof neu gebaut, dessen Besitzer die Gografschaft nicht nur über Essehof, sondern auch über Volkmarode, Dibbesdorf, Schapen, Hordorf und Weddel ausübte.

Bis 1706 blieb Essehof beim Amt Kampen und gehörte damit zum Herzogtum Lüneburg.

Das Dorf ist wohl immer schon sehr klein gewesen. Es war ringsherum von Wald umgeben, ackermäßig gab es wenig Ausbreitungsmöglichkeiten. Im 16. Jahrhundert bestand es aus 3 Ackerhöfen, einem Halbspännerhof sowie ab 1574 zusätzlich dem Halbspännerhof für den Landvogt. In den Urkunden der Allgemeinen Landvermessung von 1755 werden 3 Ackerleute, 2 Halbspänner, 4 Hirten genannt. Die Gesamtbevölkerungszahl lag bei etwa 60. Zu dieser Zeit war das Dorfbild wahrscheinlich dem vor Jahrhunderten immer noch sehr ähnlich.

1647 führte Herzog August der Jüngere auch für Landschulen die allgemeine Schulpflicht ein. Jedoch dauerte es fast 100 Jahre, bis dies auch in den Dörfern durchgesetzt war. Religion, Choralgesang, Lesen und Schreiben waren zunächst die Unterrichtsgegenstände, später kam noch Rechnen hinzu. Die Landschullehrer hatten um 1755 fast ausnahmslos keinerlei Ausbildung für die schulische Tätigkeit. 1749 war in Essehof ein Musketier Lehrer, später ein Bauernsohn, dann ein Schneider. Das Dasein dieser "Lehrer" war äußerst karg und beschwerlich. Die "Schulen" waren in einem miserablen Zustand. Über die Schulstelle in Essehof heißt es in einem Schreiben von 1799, dass sie wohl die kleinste im Lande sei. Der Lehrer hat keine eigene Stube. Er wohnt wechselweise bei den Ackerleuten und hält dort auch seinen Unterricht ab. Auch ein Ausweichen der Essehöfer Kinder nach Hordorf war damals nicht möglich, da die dortige Schulstube "derart eng und dumpfig" war, dass keine weiteren Kinder hineinpassten

Als Lehrer für solche Schulstellen fanden sich bei derart kümmerlichen Gegebenheiten deshalb nur Leute, die anderswo keine Chance hatten.

Von 1802 bis 1806 war Heinrich Jonas Gudehus, von Beruf ebenfalls Schneider, Lehrer in Essehof. Über seine Eignung heißt es u. a. "liest ganz gut, wenn auch nicht schön, und buchstabiert noch ohne Kenntnis der Regeln, ..., rechnet noch nicht weit,..., schreibt aber recht wacker,...". Die Einführung des Schulmeisters 1802 fand übrigens in Volkmarode statt, da wegen des Tauwetters die Gefahr bestand, dass die Kutsche des Generalsuperintendenten auf dem Weg nach Essehof zerbrach. Also ließ man Ackerleute und Schulkinder nach Volkmarode (zu Fuß) kommen, um der Feierlichkeit beizuwohnen! Es dauerte noch lange, ehe in Essehof annehmbare schulische Verhältnisse herrschten. Ein eigenes Schulhaus mit Wohnung für den Schulmeister und seine Familie entstand erst sehr viel später. Heute ist die ehemalige Schule das Dorfgemeinschaftshaus.

1885 hatte der Ort 157 Einwohner. Erst nach dem 2. Weltkrieg änderte sich die Bevölkerungszahl durch Zustrom Vertriebener und Zugewanderter deutlich auf 284. Durch Erschließung von Baugebieten stieg die Zahl weiter an. Fernziel waren 1970 500 Einwohner. Heute liegt die Einwohnerzahl bei 375.

Neben seiner schönen Umgebung mit vielen Rad- und Wanderwegen bietet Essehof als Hauptattraktion einen vorbildlich gestalteten Zoo, der von Groß und Klein gerne besucht wird und der weit über die Grenzen der Gemeinde Lehre bekannt ist.

Helmut Maas


Edesheim

Thomas Capelle

Über die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft Essehof
in einer Urkunde des Papstes Alexander III. vom 8. Juli 1179

Wenn die Ortschaft Essehof im Jahr 2004 ihre 825-Jahr-Feier begeht, dann findet dieses Jubiläum seinen historischen Anhaltspunkt in einer mittelalterlichen Urkunde, die auch für viele andere Ortschaften unserer Region die Quelle darstellt, in welcher deren Ortsname zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Am 8. Juli des Jahres 1179 bestätigt Papst Alexander III. in jener Urkunde den Besitz des Braunschweiger Klosters St. Aegidien.

Das Original dieser Papsturkunde ist im Wolfenbüttler Staatsarchiv unter 9 Urk Nr. 5 erhalten und stellt für die Forschung der Besitzgeschichte von St. Aegidien ein eben so ehrwürdiges wie unersetzbares Stück dar. Es ist eine zweifach gefaltete Pergamenturkunde von 64 x 54 cm Größe mit anhangender bleierner Bulla, worauf die Brustbilder der beiden Apostelfürsten zu sehen sind, auf deren Rückseite der Name des Papstes.

Der Hauptteil der in dieser Urkunde erwähnten Klostergüter gruppiert sich um Elm und Asse, dem alten Darlingau, neben einigen verstreut liegenden Besitzungen in weiter entfernt liegenden Gebieten. Unter den 50 Ortsnamen begegnet uns auch die Ortschaftsbezeichnung „Ededesheim“, welches die mittelalterliche Namensform der heutigen Ortschaft Essehof darstellt. „Ededesheim“ wird als „villa“ bezeichnet, also als kleines Dorf bzw. Vorwerk.

Alle in der Urkunde aufgezählten Ländereien mit den dazugehörigen Leibeigenen, die Mühlen, Wiesen und Wälder, Weideflächen und Salzsiedereien, die Fischereigewässer sowie die sonstigen Einkünfte sollen dem Kloster St. Aegidien uneingeschränkt zur Verfügung stehen und zum Unterhalt der Klosterinsassen dienen sowie zu einer geregelten Wirtschaft der klösterlichen Gemeinschaft; so bestätigt es die päpstliche Urkunde dem Abt und dem Klosterkonvent. Ferner führt die Urkunde aus, dass es niemandem erlaubt ist, das Kloster durch Drohungen zu beunruhigen, es an seinen Gütern zu schädigen, durch räuberische Übergriffe seine Einkünfte zu mindern oder die Klosterbrüder durch Quälereien irgendwelcher Art zu plagen. Vielmehr ist jedermann gehalten, es in seinem Besitzstand zu schützen, dafür einzutreten, dass eine geordnete Verwaltung und eine geregelte Versorgung der Mönchsgemeinschaft gewährleistet bleibt. Wie in jeder mittelalterlichen Urkunde findet sich gegen Ende auch in dieser eine Strafandrohungs-Formel, die besagt, dass jede geistliche oder weltliche Person, die wider dieses päpstliche Schreiben zu handeln sich unterfängt und die nach zwei- oder dreimaliger Ermahnung von ihrem verbrecherischen Tun nicht abzustehen gedenkt, wissen soll, dass sie gegen göttliches Gesetz verstößt und daher von der Gemeinschaft des allerheiligsten Leibes und Blutes unseres Erlösers Jesus Christus ausgeschlossen bleibt und beim letzten Gericht der ewigen Strafe anheimfallen wird.

Der päpstlichen Signierung durch Alexander III. folgen 17 weitere Unterschriften, und zwar von 6 Kardinalpresbytern, vier italienischen Bischöfen und 7 Kardinaldiakonen, alle dem damaligen Gefolge des Papstes zugehörig. Das päpstliche Dekret ist bemerkenswerter Weise in Tusculum statt in Rom ausgefertigt worden. Der Grund dafür liegt in den damaligen kirchenpolitischen Verhältnissen. Die Römer hatten blutige Unruhen und Aufstände gegen den Papst erregt, so dass dieser sich genötigt sah, die Ewige Stadt zu verlassen. Schon in den Jahren zuvor hatte Alexander III. nicht in Rom residieren können, wo nacheinander drei Gegenpäpste regierten, während er sich in Frankreich aufhielt. Erneut aus Rom vertrieben begab er sich mit den ihm treu gebliebenen Prälaten auf den Herrensitz der Grafen von Tusculum im Albanergebirge, der ihm persönlich 1170 von dieser alten römischen Adelsfamilie abgetreten worden war. Dort in Tusculum wurde am 8. Juli 1179 jene für die Braunschweiger Benediktiner von St. Aegidien so überaus wichtige Urkunde ausgestellt, in welcher u.a. eben auch „Ededesheim“/Essehof als Besitz des Klosters aufgeführt wurde und damit die Ortschaft ihre erste urkundliche Erwähnung fand. Das Datum dieser Urkunde ist allerdings in verschiedenen Geschichtsdarstellungen mehrfach falsch überliefert worden (so auch in: Paul-Jonas Meier, Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Braunschweig, S. 31, Wolfenbüttel 1900 sowie Niedersäsch. Landesverwaltungsamt, Der Landkreis Braunschweig, Sonderdruck „Essehof“, S. 37 Hannover 1965), nachdem Philipp Julius Rehtmeyer in seinem bekannten Geschichtswerk Antiquitates ecclesiasticae inclytae urbis Brunsvigae, oder: Der Beruhmten Stadt Braunschweig Kirchen-Historie (Braunschweig 1707) diese Urkunde unter der verkehrten Datierung auf 1178 erwähnt hat. Unbestritten ist das Original der päpstlichen Urkunde jedoch auf das Jahr 1179 datiert, so dass die Ortschaft Essehof im Jahr 2004 mit Recht ihr 825-jähriges Jubiläum feiern darf.

Literatur:

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt, Der Landkreis Braunschweig, Sonderdruck Essehof, Hannover 1965
Paul-Jonas Meier, Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Braunschweig, Wolfenbüttel 1900
Roderich Piekarek, Geschichte des Benediktinerklosters und der Kirche St. Aegidien zu Braunschweig, Braunschweig 1979
Bernd Schneidmüller, Beiträge zur Gründungs- und frühen Besitzgeschichte des Braunschwieger Benediktinerklosters St. Marien/St. Aegidien



Chronik von 1972 bis 2004

Als das Dorf Essehof 1972 als Ortsteil zu der Einheitsgemeinde Lehre kam, zählte es ca. 330 Einwohner. Es hatte 6 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe (heute sind es drei), ein kleines Lebensmittelgeschäft (existiert heute nicht mehr), die beliebte Gast-stätte mit Hotel „Zum Walde“ von Hubert Schaper (heutige Inhaberin Frau Rabe) und als besondere Attraktion einen reizvoll gelegenen Tierpark (heute noch größer, schöner und sehr gern besucht).

Die Freiwillige Feuerwehr war weitgehend Träger des dörflichen Lebens, als Geräte-haus diente ihr eine größere Garage. Die alte Dorfschule, die zuletzt als Kindergarten gedient hatte, wurde zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Erster Ortsvorsteher von Essehof wurde Herbert Tost (SPD). Als er 1980 verstarb, gab es zwei Kandidaten für die Nachfolge: Wolfgang Paul (SPD) und Helmut Maas (CDU). Per Losentscheid wurde Wolfgang Paul Ortsvorsteher.

Bei der Kommunalwahl 1981 errang die CDU in Essehof die Mehrheit. Seitdem ist Helmut Maas Ortsvorsteher bzw. seit November 1996 Ortsbürgermeister, denn der Gemeinderat hatte 1996 beschlossen, dass auch die kleinen Ortschaften Klein Brunsrode und Essehof einen Ortsrat wählen und damit einen Ortsbürgermeister bekommen. Der Ortsrat setzt sich zur Zeit aus drei CDU-Ratsherren (Helmut Maas, Wolfgang Boeder, Ingo Winterfeld) und zwei SPD-Ratsherren (Hans Joachim Gottschlich, Jürgen Lehmann) zusammen. Er wählte jeweils einstimmig Helmut Maas zum Ortsbürgermeister und Hans-Joachim Gottschlich zum stellvertretenden Ortsbürgermeister. Außerdem vertritt nun schon in der vierten Legislaturperiode Helmut Maas von der CDU die Ortschaft Essehof im Gemeinderat. Zuvor nahmen Hubert Schaper sowie Wolfgang Paul bzw. Berthold Wantier gemeinsam mit Helmut Maas die Interessen Essehofs im Gemeinderat wahr.

1974 wurde von 12 Essehofer Bürgern der „Sport-Club Essehof“ gegründet. Das Dorf hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 350 Einwohner. Die Erschließung des Baugebietes „An der Beeke“ 1975 und die Bebauung ab Herbst 1976 bedeuteten ein Anwachsen der Bevölkerung auf über 380.

1975 gründete der Sportverein eine Fußballabteilung, als Spielplatz diente der Bolzplatz im Westen der Ortschaft, der der Forst gehörte. Nachdem die Gemeinde das Gelände angemietet hatte, wurde der Platz mit großer Unterstützung durch Gerd Oelkers in aufwändiger Eigenarbeit 1977/78 zum Fußballplatz hergerichtet. Zeitgleich baute die Gemeinde am Dorfgemeinschaftshaus eine Turnhalle zur Nutzung für den SCE und andere Sportvereine in der Gemeinde. Mit den neuen Möglichkeiten wuchs der Sportverein kräftig. Leider brachte das Wachs-tum auch bisher unbekannte Probleme: Es bildeten sich „Fraktionen“, man zerstritt sich, viele traten aus. Als Konkurrenzverein wurde 1983 der VfB Essehof gegründet. Er blieb jedoch nur zwei Jahre am Leben. Der SCE konsolidierte sich wieder. Er ist heute vor allem mit einer starken Kinderabteilung ein wesentlicher Träger des dörflichen Lebens. Landesweit sind die Ju-Jutsu-Kämpfer des SCE sehr erfolgreich und führen sogar die Rangliste dieser Nahkampfsportart an. Leider kann die Fußballsparte mangels Spieler keine eigenständige Mannschaft mehr auf die Beine stellen, deshalb wurde mit der TB Wendhausen eine Spielgemeinschaft gegründet. Neu im sportlichen Angebot ist der Lauftreff des Vereins, der sich größter Beliebtheit erfreut.

Nach der Einweihung des Sportplatzes und der Turnhalle 1978 tat sich im Dorf außer ein paar Verschönerungen am Dorfgemeinschaftshaus (neue Eingangstür mit Vordach, Turmuhr mit Schlagwerk) im investiven Bereich 10 Jahre lang nichts mehr. Die Straßen Finkenweg, Forstweg und Im Altdorf sowie der alte Dorfplatz befanden sich in desolatem Zustand. Das Löschfahrzeug und die Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr waren in einer Garage unter kaum akzeptablen Bedingungen untergebracht. Es fanden zwar mehrfach Ortsbegehungen durch Fachausschüsse des Gemeinderates und Verwaltung statt, man stellte auch jedes Mal den Handlungsbedarf fest, aber es tat sich nichts, während in größeren Ortschaften kräftig investiert wurde. Im Dorf fragte man sich, ob Rat und Verwaltung sich noch bewusst waren, dass sie für alle Ortschaften Fürsorge zu tragen hatten!

Erste Anzeichen einer Besserung zeigten sich 1987 mit der Planung und Bewilligung eines Feuerwehrgerätehauses. Nach Turbulenzen im Kommando 1984/85, man sprach sogar von Auflösung der örtlichen Feuerwehr, war Hans-Heinrich Rautmann neuer Ortsbrandmeister geworden. Er und der Ortsvorsteher machten in Form von Eingaben Druck bei der Gemeinde, da im Winter die Preßluftatmer in der alten Garage einzufrieren drohten und somit der Feuerschutz nicht mehr gewährleistet war. 1988 stand das neue Gerätehaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Mit einer zünftigen Einweihungsfeier hat die Feuerwehr das Gerätehaus übernommen und ist mit ihm sehr zufrieden. Im Jahr 1999 wurde das neue LF 8 in Dienst gestellt und zwei Jahre später erhielt die Ortsfeuerwehr eine neue Tragkraftspritze. Damit ist die Wehr hervorragend ausgestattet.

Die Grenzöffnungen nach Osten bescherten dem Dorf Essehof Erlebnisse eigener Art. Der Ausbau der A2 und der Kampf um Lärmschutz beschäftigten die Einwohner lange Zeit. Außerdem plante man noch einen Großparkplatz auf der Südseite der Autobahn in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dorf. Massiver Protest der Essehofer Bürger veranlasste dann zum Glück die Verantwortlichen, den Parkplatz einige Kilometer weiter östlich in von der Bundeswehr aufgegebenem Gelände zu errichten.

Das Jahr 1992 bescherte Essehof gleich zwei weitere Vorgänge, die nicht nur Kopf-schütteln bewirkten: Man plante eine Fernpipeline, die quer durch das Dorfgebiet gelegt werden sollte! Sie wurde nicht gebaut. Dann hatte die Gemeinde eine große Zahl von Asylbewerbern zu bewältigen. Mehr als fünfzig quartierte die Verwaltung in der Dorfgemeinschaftsanlage von Essehof ein. Die Essehofer sind nun wirklich nicht fremdenfeindlich, aber das war denn doch zu viel, zumal die Einquartierten aus Osteuropa von den sachlichen und kulturellen Gegebenheiten offensichtlich überfordert waren. Die Verwaltung brauchte Monate, um die Situation in Essehof zu normalisieren. Die Turnhalle wurde wieder benutzbar gemacht, und für die Gemeinschaftsräume im DGH war eine Totalrenovierung erforderlich. Dann suchten die berüchtigten ‚.‚Fensterbohrer“ das Dorf heim. Eine regelrechte Einbruchsserie versetzte das Dorf in Angst und Schrecken.

Nach einer Bürgerversammlung wurden von Essehofer Bürgern und dem Ortsvorsteher in enger Zusammenarbeit mit Polizei und Verwaltung nächtliche Beobachtungsstreifen über vier Monate lang organisiert Die Einbrüche hörten schlagartig auf.

Doch nach so vielen Turbulenzen kann die Chronik zum Schluss wieder Positives be-richten. Die Gemeinde ist seit 1995 in Essehof wieder investiv tätig! Der Sportplatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem SCE und großem Arbeitseinsatz seiner Mitglieder grunderneuert und zwischenzeitlich von der Gemeinde angekauft.

Die Straßen „Finkenweg“ und „Forstweg“ wurden neu angelegt, der Straßenzug „Im Wörthen“ wurde nach den Richtlinien der Dorferneuerung ausgebaut. Seit 1999 ist die Ortschaft Essehof in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Der Kinderspielplatz wurde auf Initiative und nach Planung Essehofer Eltern von der Gemeinde neu gebaut. Das bereits seit 1964 geplante Baugebiet „Hasenbalken“ konnte 1998 verwirklicht werden. Nach kurzer Zeit waren sämtliche Bauplätze vergeben.

Am 28.10.1998 und insbesondere in der Nacht vom 17. auf 18.07.2002 wurde Essehof von einem noch nie dagewesenen Hochwasser heimgesucht. Fast alle Keller an den Straßenzügen „Hordorfer Straße“, „Im Altdorf“, „An der Beeke“, „Im Wörthen“ sowie „Forstweg“ wurden durch Niederschläge größten und noch nie dagewesenen Ausmaßes überflutet. Große Schäden und finanzielle Einbußen mussten die Hauseigentümer in Kauf nehmen, die nur zum Teil durch Versicherungsleistungen abgedeckt werden konnten. Derzeit bemühen sich Wasserverband und Gemeinde gemeinsam mit dem Landkreis Helmstedt und dem Staatlichen Forstamt Braunschweig die Ursachen des Hochwassers zu beseitigen und präventiv Maßnahmen einzuleiten, um zukünftig die Hochwassergefahr auszuschließen. So wurde bereits 2003 das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Kanalisationssystem in der „Hordorfer Straße“ und „Im Wörthen“ neu gebaut. 2005 sollen die Straßenzüge „Im Altdorf“ und „An der Beeke“ folgen. Zusätzlich werden Regenrückhaltebecken im Waldgebiet südlich der Ortslage erstellt.

Im Rahmen der Dorferneuerung ist darüber hinaus vorgesehen, die Straßenzüge „An der Beeke“ und „Im Altdorf“ neu zugestalten. Auch der Denkmalsplatz vor dem Dorfge-meinschaftshaus soll umgestaltet werden. Der Kral im Essehofer Forst wurde bereits in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Forstamt, der Gemeinde Lehre, dem Unterhaltungsverband Schunter und unter tatkräftiger Mithilfe des Ortsrates sowie des Harzklubs grundlegend erneuert.

Essehof hat keinen Grund mehr, sich vernachlässigt zu fühlen.

Helmut Maas
Ortsbürgermeister



Poststelle


Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 begann unter der Leitung des damaligen Generalpostmeisters Heinrich von Stephan der Ausbau der Deutschen Reichspost. Um das postalische Netz zu vervollständigen, wurden die Postämter, Postagenturen und Gemeinden im Jahre 1888 aufgefordert, in allen Orten, in denen noch keine Posteinrichtungen vorhanden waren, Posthülfstellen einzurichten. Zu dieser Zeit, das genaue Datum ist vielfach nicht bekannt, entstanden u.a. die Posthülfstellen im Grünen Jäger, Klein Stöckheim, Mascherode, Melverode, Riddagshausen (01. April 1889) und Rühme.

Zu dieser Zeit entstand auch die Posthülfstelle in Essehof. Das genaue Einrichtungsdatum ist leider nicht bekannt. In den vorgefundenen Unterlagen des ehemaligen Postamts Braunschweig ist die Hülfstelle im Jahr 1895 verzeichnet. Das Einrichtungsdatum dürfte aber schon einige Jahre vorher liegen. Erster Posthülfstelleninhaber war der Gastwirt Ludwig Graßhoff, der in Essehof die Gastwirtschaft „Zum Walde“ betrieb. Dieser Gasthof brannte Im Jahr 1895 nieder. 1896 eröffnete Ludwig Graßhoff auf demselben Grundstück eine neue Gastwirtschaft, die jetzt unmittelbar an der Straße nach Hordorf lag.

Noch vor dem 1. Weltkrieg versah die Schwiegertochter von Ludwig Graßhoff, Alma Graßhoff, den Dienst in der Posthilfstelle. In der Kriegszeit musste die Post von Wendhausen abgeholt werden. Die Posthilfstelleninhaberin hatte nun auch die Aufgabe, die Sendung im Ort zuzustellen. Am 01. Oktober 1929 wurde aus der Posthilfstelle eine Poststelle mit einem geeigneten Raum für die anfallenden Arbeiten. Von diesem Tage an wurde Essehof von einem Landkraftpostwagen bedient.

Am 31. Oktober 1958 übernahm Frau Anita Schaper die Leitung der Poststelle Essehof, die sie am 01. April 1969 an ihren Sohn Hubert Schaper übergab. Die Post war damit in der 4. Generation in den Händen der Familie Graßhoff/Schaper. Noch im selben Jahr zog die Post in neue Räume, die sich im Anbau der Gastwirtschaft befanden. Durch die 1974 erfolgte kommunale Neugliederung der Gemeinden in Niedersachsen wurde auch die Poststelle Essehof am 31. März 1974 geschlossen. Damit ging eine über 80jährige Geschichte der Essehofer Post zu Ende.

Hubert Schaper
Gastwirt und Posthalter a.D.


Gaststätte „Zum Walde“ früher und heute
Saal Gaststätte „Zum Walde“ im Wandel der Zeit

Feuerwehr


In Essehof lebten zur Jahrhundertwende 150 Einwohner.

Im Jahr 1898 gründeten neun Kameraden die Freiwillige Feuerwehr Essehof. Hermann Ehlers wurde 1. Brandmeister in Essehof. Weitere Wehrleiter waren Hermann Klages und Hermann Graßhoff, er führte während des zweiten Weltkrieges die Wehr. Die Wehr musste in dieser Zeit zu Brandeinsätzen nach Braunschweig ausrücken.

Im Jahr 1936 wurde die erste Tragkraftspritze angeschafft. In den 50er und 60er Jahren war Heinrich Schaper Brandmeister. Zu seiner Zeit wurde 1957 die TS 8 (VW) beschafft. Im Jahr 1966 kaufte sich die Freiwillige Feuerwehr Essehof ein altes BGS Mannschaftsfahrzeug und baute es zum Feuerwehrfahrzeug um, auch das alte Spritzenhaus wurde für das Fahrzeug umgebaut. Rudolf Reinecke löste Heinrich Schaper 1968 als Brandmeister ab. Zur Gebietsreform 1974 kam Essehof zum Landkreis Helmstedt und die Wehr bekam ein neues Fahrzeug (LF 8 Mercedes 408). Anfang der 70er Jahre hatte die Freiwillige Feuerwehr zahlreiche Waldbrände in den jungen Kiefernschonungen zu bekämpfen. Drei Großbrände hatte die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1978 zu löschen, zwei Scheunenbrände und einen Hausbrand.

Im Februar 1979 verstarb unser Brandmeister Rudolf Reinecke plötzlich und sein Stellvertreter Herbert Mehrdorf führte die Wehr bis zur Jahreshauptversammlung 1980. Hier wurde Helmut Rahmel zum Brandmeister und Klaus Rabe zum Stellvertreter gewählt. Die Orts-feuerwehr Essehof stand 1984 kurz vor der Auflösung, da die gewählten Führungskräfte ihre Ämter nicht länger wahrnehmen wollten. Am 13.10.1984 wurde Hans-Heinrich Rautmann zum neuen Ortsbrandmeister gewählt, Hubert Nickisch zum Stellvertreter und Wolfgang Tost wurde Gruppenführer. Zusammen mit 10 neu eingetretenen Kameraden wurde die Wehr wieder in Schwung gebracht. Der Scheunenbrand bei Landwirt Burmeister 1985 war der erste große Einsatz der neuen Feuerwehr von Essehof.

1988 wurde das neue Gerätehaus gebaut und beim 90-jährigen Bestehen eingeweiht. Im gleichen Jahr wurde mit der Jugendarbeit begonnen. Die Mädchen und Jungen verstärkten die Jugendfeuerwehr in Wendhausen. Am 10. Juli 1989 wurde die Jugendfeuerwehr Essehof gegründet. Ausgiebig wurde das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr Essehof gefeiert, drei tolle Tage im Zelt am Gerätehaus waren ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch die Hochwasserkatastrophe am 28.10.1998 bleibt den Essehöfern in Erinnerung.

Die acht Ortsfeuerwehren der Gemeinde kämpften gemeinsam gegen das Hochwasser. Im Januar 1999 wurde das neue LF 8 von der Firma Ziegler abgeholt und im Februar feierlich der Wehr übergeben. Im August 2001 wurde für das neue LF 8 (1957) eine neue Ziegler TS 8 „Ultra Power“ beschafft, dieses kam beim Scheunengroßbrand bei Burmeister am 05.09.2001 gleich zum Einsatz. Am 18.07.2002 wurde der Ort erneut vom Hochwasser überflutet, so dass alle Ortswehren der Gemeinde und das THW 12 Stunden im Einsatz waren, 30 Keller standen unter Wasser.

Zur Jahreshautpversammlung 2003 wurde Hubert Nickisch nach 18 Jahren als stellv. Ortsbrandmeister verabschiedet und Eckhard Rutzen wurde neuer stellv. Ortsbrandmeister.

Mit Eckhard Rutzen als Gruppenführer erreichte die Ortsfeuerwehr Essehof 2004 erstmalig den 1. Platz bei den Gemeindewettbewerben. Zurzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Essehof 34 aktive Kameraden davon drei Kameradinnen, 13 Mädchen und Jungen machen Dienst in der Jugendfeuerwehr und 16 Kameraden sind in der Altersabteilung. 46 Kameraden gehören der Feuerwehr als fördernde Mitglieder an.

Hans-Heinrich Rautmann
Ortsbrandmeister






SC Essehof


Auf Initiative des damaligen Ortsvorstehers Herbert Tost fanden sich im Jahr 1974 zwölf Essehöfer bereit, den Sport-Club Essehof zu gründen. Am 17.07.1974 fand die Gründungsversammlung statt. Man einigte sich einstimmig auf Grün-Weiß als Vereinsfarben. Die Satzung wurde am 21.07.1974 verabschiedet. Am 08.01.1975 wurde der SC Essehof beim Amtsgericht Braunschweig in das Vereinsregister eingetragen. Wolfgang Paul wurde zum 1 .Vorsitzenden gewählt.

Die erste Sportart, die betrieben wurde, war Tischtennis. Der VfL Lehre überließ dem jungen Verein mehrere Tischtennisplatten, so dass der Sportbetrieb am 13.08.1974 aufgenommen werden konnte. Als Trainingsort stellte Hubert Schaper seinen Festsaal zur Verfügung.

Im Frühjahr 1975 nahm die Damengymnastikgruppe ihre sportlichen Aktivitäten auf. Im gleichen Jahr wurde die Fußballabteilung ins Leben gerufen.

Auf der Jahreshauptversammlung am 20.11.1976 wurde beschlossen, den bisherigen Bolzplatz in Eigenarbeit zu einem voll bespielbaren Sportplatz herzurichten. Unter viel persönlichem Einsatz, großer Unterstützung durch Gerd Oelkers und finanzieller Mithilfe der Gemeinde Lehre wurde die Arbeit in Angriff genommen. Offiziell eingeweiht wurde der Sportplatz dann am 16.09.1978 um 16.00 Uhr. Das erste Spiel auf dem neuen Rasen lieferten sich SCE und Freiwillige Feuerwehr Essehof.

1978 erfolgte der Umzug vom Festsaal in die inzwischen fertiggestellte Turnhalle in der Dorfgemeinschaftsanlage. Nun gab es endlich die Möglichkeit für weitere sportliche Angebote: Kinderturnen, Damengymnastik, Tischtennis, später auch Badminton. Teilnehmerinnen der Damengymnastikgruppe traten bei Wettkämpfen an. Im Tischtennis gab es eine Jugendmannschaft, die am Spielbetrieb im Kreis Helmstedt teilnahm. Trainer und vier bis sechs Spieler in einem Käfer waren keine Seltenheit.

Auf der Jahreshauptversammlung 1979 übergab Wolfgang Paul die Leitung des Vereins an Hans Joachim Gottschlich.

In den folgenden Jahren wuchs der Verein kräftig, vor allem in der Fußballabteilung. Der SCE verfügte zeitweilig über drei Herrenmannschaften. Im Jugendfußball wurde eine Spielgemeinschaft mit dem FC Lehre gebildet. Später stieß auch der TUS Essenrode zur Spielgemeinschaft.

1982 gelang der 1. Herrenmannschaft der Aufstieg in die erste Kreisklasse. Die folgende Saison war jedoch nicht von Erfolg gezeichnet. Interne Streitigkeiten führten dazu, dass es im folgenden Jahr nicht möglich war, einen geschäftsführenden Vorstand zu bekommen. Drei Monate wurde der Verein kommissarisch geleitet. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 28.05.1983 wurde dann Kurt Sydow zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1986 wurde das Mutter-Kind-Turnen ins Leben gerufen. Die Fußballmannschaft hatte sich langsam gefangen und kämpfte sich wieder auf vordere Plätze vor. Im Freizeitsport wurden VoIIeybalI und Badminton gespielt.

Auch Probleme traten in den folgenden Jahren auf, 1983 gründeten ehemalige SCE- Mitglieder einen Konkurrenzverein. Doch er hatte keinen langen Bestand. 1992 war kein Trainingsbetrieb in der Turnhalle mehr möglich. Sie wurde als Notunterkunft für Asylanten benötigt.

1995 ging ein langersehnter Wunsch in Erfüllung: Die Sportplatzsanierung begann. Leider zog sie sich sehr lange hin, so dass über zwei Spielzeiten hinweg keine Heimspiele in Essehof möglich waren. Eine Saison wurde nur auswärts gespielt. In der zweiten Saison stellte der TB Wendhausen seinen Platz für die “Heimspiele“ zur Verfügung. Darunter litt leider der Zusammenhalt der Mannschaft. Insbesondere einige Leistungsträger verließen den Verein. Um weiterhin Fußball anbieten zu können, wurde eine Spielgemeinschaft mit der TB Wendhausen gebildet. Sie hat bis heute Bestand. Die Zahl der Fußballer hat leider immer weiter abgenommen, so dass heute der Platz durch den SCE nur noch zum Sportwochenende im Sommer genutzt wird. Dann allerdings richtig!

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1999 übergab Kurt Sydow nach 16 Jahren den Vorsitz an Martin Fröhling. Und im Jahr des 25jährigen Jubiläums gab es noch etwas Neues im Verein. Dem SCE schloss sich die Sparte Ju-Jutsu an. Diese Kunst der Selbstverteidigung fand regen Zuspruch. Im SCE wird sie auch wettkampfmäßig betrieben — und das mit großem Erfolg. Sehr gute Platzierungen bei Bezirks-, Landes- und Norddeutschen Meisterschaften und Teilnahmen bei den Deutschen Meisterschaften sprechen für sich. Wer hätte je gedacht den SCE mit Deutschen Meisterschaften in Verbindung zu bringen?

Seit 2002 gibt es nun die Sparte Laufen. Entstanden aus einem Lauftreff findet auch sie große Resonanz. Teilnahmen an Volksläufen und Walkingveranstaltungen bis hin zum Marathon stehen auf dem Programm.

Rückblickend sieht man doch erhebliche Veränderungen - außer im Vorstand - aber eins ist immer geblieben: Unsere gute Gemeinschaft im SCE.

Martin Fröhling
1. Vorsitzender


Tierpark


Als einzige Ortschaft im Gemeindegebiet Lehre kann sich Essehof rühmen, einen Tierpark zu haben, der zudem weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist. Jedes Wochenende ist der Parkplatz vor dem Zoogelände bei schönem Wetter überfüllt. Daran ist zu sehen, dass sich der Tierpark größter Beliebtheit erfreut.

Begonnen hat alles 1958, als der Vorbesitzer Herr Beller auf einem Teil des jetzigen Tierparkgebietes seine Tiere unterbrachte. 1968 wurde dann der Tierpark genau am Karfreitag offiziell eröffnet. Im Laufe der Zeit wurde das Gelände erweitert. So wurde 1974 ein Kaffeehaus mit Toilettenanlage, 1976 ein Watussistall, 1978 ein Zebragehege und 1998 ein Affenhaus für Paviane und Gibbons gebaut.

Im Jahr 1991 übernahm die Familie Wilhelm aus Braunschweig das Tierparkgelände und erweiterte es in den Folgejahren um ein Storchenhaus, Waschbärenhaus, Uhu-Gehege sowie eine Luchsanlage. Ein Kängeruhhaus mit Storchenanlage vervollständigte die Zooanlage. Ab dem Jahr 2002 können die Besucher auch in der Unterwasserstation Fische beobachten oder von der Hängebrücke die zahlreichen Wasservögel beobachten. Tierparkleiter Gregor Wilhelm will auch zukünftig investieren und plant ein Australienhaus sowie einen Warmstall für Exoten.

Unbedingtes Muss insbesondere für die kleinen Besucher ist das Ziegengehege mit angeschlossenem Stall sowie der Kinderspielplatz, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Alles in allem ist der Tierpark Essehof eines der Aushängeschilder der Gemeinde Lehre und zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert.

Gregor Wilhelm
Tierparkleiter