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Theaterstück in der Kindertagesstätte Wendhausen
Eltern führten in der Kindertagesstätte Wendhausen Theaterstück für ihre Kinder auf In der Kindertagesstätte Wendhausen gab es am 23. März 2009 eine Premiere der besonderen Art: Die Eltern haben für ihre Kinder ein Theaterstück aufgeführt. Für die Kinder war die Theatervorführung eine Überraschung. Die Freude stand ihnen ins Gesicht geschrieben. „Seit vier Jahren gibt es bei uns einmal im Jahr die Theateraufführungen als Gemeinschaftsprojekt der Eltern. Alle Vorbereitungen erfolgen in Eigenregie der Mütter und Väter. Der Spaß für die Kinder steht dabei im Vordergrund“, sagt Kerstin Bock, Leiterin der Kindertagesstätte Wendhausen. Und natürlich ist es den Erzieherinnen wichtig, auch die Eltern in ihre Arbeit einzubeziehen. Wenn alle Hand in Hand arbeiten, profitieren am Ende die Kinder davon. „Pädagogisch bedeutsame Botschaften können so ganz nebenbei in eine Theateraufführung verpackt werden. Auch diesmal gibt es für die Kinder wieder viel zu lernen“, so Bock weiter. Das Theaterstück „Piraten lesen nicht“ erzählt die Geschichte einer Piraten-Crew, die sich für einen neuen Anführer entscheiden muss. Doch aber nach welchen Kriterien sollte so ein Piraten-Chef ausgewählt werden? Ist vielleicht der stärkste Pirat der beste Chef? Oder doch besser der, der auch lesen und schreiben kann? Die Piraten entscheiden sich zunächst für den Stärksten. Plötzlich kann aber niemand mehr die Schatzkarte lesen. Nach der Fehlentscheidung der Piraten kommt die Besatzung dann doch zu der Einsicht, dass alle nur gemeinsam stark sind. „Schließlich hat jeder Mensch Stärken und Schwächen. Und das ist ja im wirklichen Leben tatsächlich so“, erläutert Martina Stücke, Elternvertreterin in der Kindertagesstätte Wendhausen, lächelnd. Und zwischen den Zeilen wird den Kindern bewusst, dass es am Ende doch sinnvoll ist, nicht nur stark und kräftig zu sein, sondern auch lesen und schreiben zu können. „Das ist gleichzeitig eine gute Vorbereitung auf die Schulzeit“, betont Stücke. Insgesamt zehn Mütter, ein Vater und ein Onkel haben sich in diesem Jahr für die Theateraufführung zur Verfügung gestellt. Sie alle standen in den unterschiedlichsten Rollen zusammen auf der Bühne in der Kindertagesstätte Wendhausen. Stücke: „Seit Anfang Januar haben wir geprobt. Auch die Kostüme haben wir uns selber angefertigt und das ein oder andere Accessoire heimlich bei unseren Kindern ausgeliehen.“ Sogar ein Bühnenbild wurde von den Eltern angefertigt. Kerstin Bock möchte es nicht versäumen, sich im Namen des gesamten Kollegiums der Kindertagesstätte bei den Eltern für das Engagement zu bedanken. Bock: „So viel Einsatz ist heute nicht mehr selbstverständlich. Daher möchten wir ein ganz großes Dankeschön an ‚unsere’ Eltern aussprechen.“ Zudem bereichert das Gemeinschaftsprojekt der Eltern die Arbeit in der Kindertagesstätte ungemein. „Ich bin sicher, dass alle Seiten – die Kinder, die Erzieherinnen und auch die Eltern – sehr von diesem Projekt profitieren“, erzählt die Pädagogin abschließend. ![]() |
