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Öffentliche Versicherung spendet weitere zwei mobile Rauchverschlüsse zum Schutz vor Rauch – Feuerwehren der Gemeinde Lehre erhält Spende in Höhe von 1.000 Euro
Die Öffentliche Versicherung hat der Feuerwehr der Gemeinde Lehre zwei weitere mobile Rauchverschlüsse in Höhe von insgesamt 1.000 Euro gespendet. Die Spende wurde am Donnerstag im Ratssaal der Gemeindeverwaltung Lehre übergeben. Je einen Rauchverschluss werden die Ortswehren Essenrode und Flechtorf erhalten. Die Rauchverschlüsse dienen den Feuerwehrleuten bei Einsätzen als Schutz vor Brandrauch und werden an den Türen angebracht. „Ein Übergreifen des Rauchs auf weitere Räume kann damit zumindest zeitweilig verhindert werden“, erklärte Andreas Kleindienst, Gemeindebrandmeister der Feuerwehr in Lehre.
Die Feuerwehren auf dem Gebiet der Gemeinde Lehre arbeiten seit Anfang 2009 mit diesem innovativen Sicherheitssystem. Bereits damals unterstützte die Öffentliche die Anschaffung der Rauchmelder mit einer großzügigen Spende. Auch Bürgermeister Klaus Westphal freut sich über das Know-How für die Feuerwehr der Gemeinde Lehre. Westphal: „Der Standard für die engagierten Feuerwehrleute und unsere Bürger kann dank der Spende weiter deutlich verbessert werden.“ Laut Westphal ist es sehr begrüßenswert, wenn die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft sich gemeinsam für das Gemeinwohl engagieren. Dies ist gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen eine große Unterstützung.
Den Hauptteil der Kosten für die Rauchverschlüsse übernahm die Zentrale der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig. Die Eigenbeteiligung für die Feuerwehr in Höhe von 225 Euro haben sich die Bezirksdirektion Braunschweig Nord der Öffentlichen und die beiden Büros der Öffentlichen Versicherung in Lehre, die Agenturinhaber Gebhard Höfer und Dieter Willecke, geteilt. „Ihnen und dem Mutterkonzern der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig ein großes Dankeschön dafür“, so Gemeindebrandmeister Andreas Kleindienst. Dank der engagierten Unterstützung wird die Arbeit für die Feuerwehren in Lehre zukünftig noch sicherer, betonte er weiter. Innovative Technik ist gerade in der Feuerwehr entscheidend für eine gute Arbeit.
Hintergrundinformationen
Ein mobiler Rauchverschluss (auch Rauch- oder Brandvorhang genannt) ist ein Mittel der modernen Brandbekämpfung. Er ermöglicht es einen brennenden Raum zu betreten ohne dass der heiße und giftige Brandrauch in noch unverrauchte Räume dringt.
Der Rauchverschluss besteht aus einem nicht brennbaren Tuch, dass an einer Metallstange befestigt ist. Diese Stange wird im Einsatz in einen Türrahmen gespannt und das herabhängende Tuch verschließt die Türöffnung, auch wenn die dazugehörige Tür geöffnet wird.
Da die Feuerwehr in geduckter Haltung in brennende Räume vorgeht, wird so nur im unteren Bereich der Tür der Rauchvorhang geöffnet. Die heißen Brandgase befinden sich dagegen oben an der Zimmerdecke und können damit kaum aus dem Raum entweichen.
Ziel dieser Technik ist es die heißen Brandgase aus anderen Räumen oder gar Treppenhäusern heraus zu halten. Die giftigen und auch ätzenden Bestandteile des Qualms werden dadurch für Anwohner und Sachwerte nicht gefährlich. Auch könnten diese heißen Gase sich weiter oben im Gebäude sammeln und eventuell an anderer Stelle einen weiteren Brand verursachen
Es gibt zwischenzeitlich viele Beispiele, bei denen die Rauchverschlüsse erfolgreich zur Anwendung kamen. Ein erfolgreiches Beispiel aus der Praxis ist die Verwendung dieses Gerätes beim Einsatz der Feuerwehr Bad Harzburg am 14. Januar 2009 bei einem Wohnungsbrand. Dort konnte mit Hilfe des Rauchverschlusses das Treppenhaus, nach einer Rauchgasdurchzündung in der Erdgeschoss-Wohnung für mehrere Minuten rauchfrei gehalten werden. Ein siebenjähriges Kind konnte so evakuiert und gerettet werden. |